Nicht nur die Suche nach einem neuen Hausarzt, auch die Tatsache des 09. Septembers, meines ganz persönlichen Monatsendes, erschweren mir derzeit das Leben.
So habe ich derzeit kein Geld für Arznei und bin gezwungen, mich der Restbestände der Wohngemeinschaft zu bedienen. Oben sehen Sie, was damit gemeint ist. Und ja, es schmeckt genau so, wie es aussieht. Ich bin also jedweder Virenart hilflos ausgesetzt, zappele innerlich ob der chronischen Untätigkeit wie ein Maikäfer auf dem Rücken und versuche, die möglichen Nebenwirkungen, die sich mein hypochondrisches Unterbewusstsein natürlich sofort nach dem Lesen der Packungsaufschrift (merke: nicht nach dem Einnehmen, das erst später erfolgt, nein, nach dem Lesen) aneignet und auf den Körper zu übertragen versucht, zu bekämpfen.
Der Vorrat an Taschentüchern neigt sich bedrohlich schnell dem Ende zu und ich sitze völlig rat-, tat- und machtlos daneben.
Ich weiß, es wäre übertrieben, einen nahen Tod zu vermuten, dennoch möchte ich unterstreichen, dass meine Situation durchaus nicht zu unterschätzen ist! (Diese Zeile widme ich Talula.)
Darüber hinaus bleibt es mir natürlich nicht erspart, mir circa zwei bis drei Liter Nasenspray pro Tag durch meine Nebenhöhlen zu pfeifen, was mir selbst ein eher unangenehmes Gefühl und die Angst vor dem allgemein bekannten Suchtpotential dieses Teufelszeugs beschert.
Sie sehen, es steht schlecht um mich. Sollten wir uns an diesem Orte tatsächlich wiedersehen, wie ich hoffe, werde ich Sie hoffentlich wieder mit schadenfrohem Gelächter über andere, tragische Persönlichkeiten und Fremde beglücken.
Wie sonst auch.
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