Heil!
Am Mainzer Bahnhof hat entweder irgendjemand irgendetwas ganz gewaltig falsch verstanden oder seinem unbändigen Zynismus freien Lauf gelassen.
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Am Mainzer Bahnhof hat entweder irgendjemand irgendetwas ganz gewaltig falsch verstanden oder seinem unbändigen Zynismus freien Lauf gelassen.
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Aus rein evolutionären Gründen entscheide ich, dass es doch an der Zeit ist, mal wieder Nahrung aufzunehmen, damit eventuelle Nachkommen keinen Nachteil erleiden müssen. Schriesheim, ganz in der Nähe von Heidelberg, bietet zwar eine imense Fülle an Wein, magenfüllende, vor allem aber sättigende Angebote jedoch sind nicht zwangsläufig in der meinerseits gewünschten Fülle vorhanden.
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Es gibt tatsächlich Menschen, deren Geschichte zu erschließen ich aufgegeben habe. Als ich heute zurück nach Heidelberg fahren möchte, spricht mich eine Frau in den 30ern an, deren äußerliches Erscheinungsbild mehr als abenteuerlich ist:
Zunächst wären da die unglaublich seltsamen Proportionen zu erwähnen. Ich schwöre, niemals zuvor Waden solchen Volumens gesehen zu haben. Bekleidet waren diese mit einer weißen, undurchsichtigen Strumpfhose, an der sich wiederum weiße Tennissocken, die ihrerseits in beigen, sicherlich günstig erstandenen, Sandalen eingebettet waren, hochhangelten.
Die Füße übrigens wurden in die eben erwähnten Sandalen gepresst, dass es mir schon vom zusehen einen Schmerz in den unteren Extremitäten auslöste. Wie kleine Würstchen wurde jede Vene sichtbar.
Überdeckt wurde zumindest der Anblick der Strumpfhosenbeine von einem leicht durchsichtigen blauen Rock mit unbeschreiblichen weißen Applikationen, der etwas synthetisch aussah.
Weiße Strickjacke und seltsame Bluse vollendeten das Gesamtbild.
Das heißt, nicht ganz. Das berühmte Tüpfelchen auf dem i trat diesmal durch mithilfe einer Frisur (so das ganze so bezeichnet werden darf) in Erscheinung. Die gute Frau sah um den Kopf herum aus wie eine Rock-Zopflerin, die heute morgen nur sehr schlecht aus dem Bett gekommen ist.
Das sie dieser religiösen Splittergruppe garantiert nicht auf den Leim gegangen ist, wurde nur allzu deutlich, als sie mich in perfektem und sehr gewähltem Deutsch ansprach:
„Guten Morgen. Entschuldigen Sie, aber haben Sie vielleicht Interesse an einem Zippo?“
(Dannach wusste ich dann, was zuhauf in ihrer Obsttüte befindlich war)
Ich denke, auf so seltsame Art und Weise hat mich bisher noch niemand sprachlos machen können.
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Früher war das eine der gebräuchlichsten Grundschulfloskeln, die es so gab. Neben der Frage "wetten?" bzw., als Variante, "wetten doch?", gebrauchte man ständig das Wort "behindert", und zwar für so ziemlich alles, was außergewöhnlich, unbekannt, unerwünscht oder nicht niet- und nagelfest war, beziehungsweise unbedingt beleidigt werden musste.
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